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A Place Where Painters Meet

A Place Where Painters Meet

Dieses Album erzählt. Es erzählt zu Songs komponierte Geschichten, offen, weit und doch kompakt. Es berichtet von der Liebe zu Sounds, Reibungen und Harmonie. Es holt aus, bringt auf den Punkt, greift auf, hört zu, flüstert ein, erwidert selbstbewusst und findet in jeder Geschichte Anfang, Struktur, Klimax und Ende. Und es erzählt von Menschen und ihrer Suche nach künstlerischer Identifikation, von Instrumenten, die sich über Jahre immer besser kennen lernten, von Künstlern, die so lange nicht locker ließen, sich immer wieder neu erfanden, bis entstand, was entstehen musste. Rund vier Jahre gibt es Saboteur jetzt. Die Band entstand, als Peter, Musik-erprobt mit ehemaligen Bands, veröffentlichten Alben und allem Pipapo, aus seiner friesischen Heimat nach Hamburg zog. Mit drei Kumpels, alle smart, aus seiner Heimatgegend stammend und zum Teil Freunde seit Kindesbeinen, startete er das Projekt. Vom Fleck weg liefen die Songs rein; Peter macht mindestens so lange schon Musik, wie er Kaffee trinken kann (und das kann er überaus gut und ausgiebig), und so schrieb er Song an Song. Nein: Hit an Hit. Denn die frühen Saboteur-Songs, allesamt geradezu elektromagnetisch aufgeladene High-Speed-Indiepop-Knaller, bewiesen ein Hitpotenzial zum Daniederknien. Es war die Zeit, als frische, drückende und wavige Indiesounds aus UK in die Rockszene krachten – Saboteur zitierten davon, ohne zu kopieren, und schufen eine reizvoll hyperaktive Zeitgeist-Version von Indierock. Die lokale Szene dankte es – ihre Gigs waren von Anbeginn rappelvoll. Viele andere Bands wären froh gewesen, das zu haben, das zu können, das anzubieten. Plattenvertrag, Single raus, Trend mitnehmen, ab dafür. Nicht so Saboteur. Sie ließen liegen und reifen und beobachteten. Peter, mittlerweile in der Hamburger Musikszene voll angekommen, nahm zunächst ein Angebot von Robocop Kraus wahr, mit denen er deren letztes Album „Blunders And Mistakes“ einspielte und auf Tour ging. Etwas später dann folgte eine Offerte von Station 17 – ein, wie er sagt, einschneidendes Erlebnis, dem er bis heute treu ist. (Dieser Kerl, der einer der wohl besten Songwriter Deutschlands ist, spricht von seinen Station 17-Bandkollegen als Menschen mit einem überbordenden Inspirations-Potenzial). „All das hat mich verändert – der Umzug nach Hamburg, diese Banderfahrungen, dass ich mich, seit ich hier bin, durch und durch als Musiker begreife. Und es hatte natürlich auch einen Einfluss auf Saboteur.“ Die stellen sich jetzt, etwa zwei Jahre nach der Zeit, wo sie schon einmal an dem Punkt waren, eine eigentlich ‚komplette’ und erfolgversprechende Band zu sein, vollkommen anders dar. Natürlich ist das noch immer Indierock, aber ein sowohl im Detail wie großen Ganzen gewachsener. Einer, der von diesen Veränderungen erzählt. Denn auch Nils (Gitarre), Jan Eike (Gitarre) und Matze (Schlagzeug) haben sich entwickelt und verändert. Das einzige, was jetzt noch zählte, so Peter, war „eine Platte für uns, nur für uns. Wir haben so viel Arbeit darein investiert, wohl an die 75 Songs geschrieben, umgeschrieben, verworfen, neu angedacht.“ Ihr Selbstbewusstsein zu Reflexion und Ambition ist unser Schaden beileibe nicht: „A Place Where Painters Meet“ ist ein virtuos zu Ende gedachtes Werk aus brillanten Songs mit dem Mut zur offenen Struktur, mit Melodien zum Verfallen und einer klanglichen Vielfalt und Detailverliebtheit, wie sie heute selten ist. Auch jetzt noch zitieren Saboteur gern ihre Einflüsse (Peter: „Anders geht es ja auch gar nicht.“): Man hört die Sonic Youth’sche Liebe zu gezielten Disharmonien heraus, die polternde Erdigkeit einer Steve Albini-Produktion (zum Beispiel mit den Breeders oder Silkworm), die Lust an verspielter Gitarre, wie sie uns Dinosaur Jr. immer wieder schenken. Hier blitzt kurz eine Buffalo Tom-Melodie auf, dort ein zackiges Mclusky-Aufquietschen oder ein wenig zurückgelehnte Souveränität von Built To Spill. Doch all diese Vergleiche bleiben unzureichend, haben Saboteur in dem arg dicht besiedelten Feld des heutigen Indie ihre eigene Nische, ihren herrlich farbenprächtigen Spielplatz gefunden. Bis auf eine Reminiszenz, die so mutig wie groß ist, wie Peter erzählt: „Schon damals, als Motorpsychos ‚Blizzard’ rauskam, dachte ich: Genau so ein Album willst du mal machen. Als ich jetzt die Veränderungen bei Saboteur beobachtete, kam dieser Gedanke wieder auf. Ich fänd es schön, wenn man unserem Album die Begeisterung für die Ästhetik dieser Platte anhören würde.“ Das tut man, Peter. Ohne Frage. Nur eins, lieber Rezensions- und Artikelschreiber, wollen wir niemals lesen: „Saboteur haben das deutsche ‚Blizzard’ geschaffen.“ Das wäre im Kern zwar nicht falsch, aber doch zu einfach. Denn hier ist mehr. Hören Sie selbst.

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